biographie

 

 

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Ich bin ein DJ.

Seit ich denken kann, ist elektronische Popmusik der Soundtrack meines Lebens. Als mir meine Mutter mal erklärte, was ein Discjockey ist, war für mich klar, dass dies der schönste Beruf der Welt sein muss. Meine Mutter behauptet bis heute, dass sei gar kein Beruf.
Meine Laufbahn als DJ begann irgendwann Mitte der 80iger in meinem Kinderzimmer mit zwei alten Plattenspielern, die mir meine Eltern geschenkt hatten. Bis dahin hatte sie schon viel in mich investiert, um meine musikalische Begabung zu fördern, doch waren Trompeten und Tubas für mich nicht die Erfüllung. Trotzdem bin ich heute froh, die Unterhaltungsmusik von ihrer ursprünglichen Seite kennen gelernt zu haben.


Mit 14 verdiente ich zum ersten Mal eigenes Geld als DJ, bei der Nachmittagsdisko in der Tanzschule Teuber in Bielefeld.
Unzählige Parties folgten und nebenbei begann ich mit zwei Kassettenrecordern 45 Minuten lange Dance Mixe zu kreieren. Mit aufgeschraubten Tapedecks und viel Fingerspitzengefühl entstanden so Hit Mixe, die auf dem Schulhof heiss begehrt waren.
1993 bekam ich meinen ersten Job als Resident DJ in der Diskothek Cinderella in Verl.
Das Geld, das ich dort verdiente, investierte ich umgehend in eine 8-Spur Tonbandmaschine, gefolgt von einem digitalen Mehrspurrecorder, um noch trickreichere Dance Mixe machen zu können. Der Computer schloss Mitte der Neunziger die Evolution meines Dance Mix Studios ab. In der Hochzeit der Schwarzmixe, habe ich an die hundert Mix CDs gemixt, darunter „Deep Dance“ und „Der Deutsche Hit Mix“. Aber auch hier investierte ich wieder alles in mein Studio, so dass es sich bald nicht mehr von einem Musik Produktionsstudio unterschied.
„Wenn ich schon ein richtiges Musik Studio habe,“, dachte ich, „dann will ich auch Musik produzieren“. In Deutschland wurde House grade wieder populär, also beschloss ich House zu produzieren. 1996 lerne ich Olav bel Goe kennen und gründete mit ihm die Musik Produktionsfirma
melino|entertainment. In dieser Zeit übernahm Olav die Administration und ich war für die Produktion der Musik zuständig. 1996 bis 2005 produzierte ich so für melino viele bekannte Künstler, wie z.B. Rollergirl oder Natural.
Im Mai 2005 trennten Olav und ich uns, weil wir merkten, dass unsere Freundschaft unter der täglichen Arbeit zu zerbrechen drohte. Allerdings wurde der Name „melino“ noch bis Mai 2006 von beiden weitergeführt. Da dies aber immer wieder zu Missverständnissen führte, wird der Name melino nun nicht mehr weiterbenutzt. Heute habe ich mit Olav ein freundschaftliches Verhältnis und wir arbeiten immer mal wieder zusammen.


Seit dem arbeite ich unter meinem bürgerlichen Namen und konnte in dieser Zeit einige internationale Charthits produzieren.
Einen großen Anteil meiner Zeit widme ich der Zusammenarbeit mit dem englischen DJ Shaun Baker, mit dem ich mittlerweile eine enge Freundschaft pflege.
2007 habe ich mit Shaun den lang geplanten Schritt zu einer eigenen Plattenfirma gewagt. Das Label Uptunes veröffentlicht neben eigenen Produktionen auch Künstler aus verschiedenen Bereichen der Club Musik.


Zurückblickend kann ich sagen, dass ich kein Künstler bin. Ich hatte nie das Bedürfnis, mit Musik meine Gefühle auszudrücken oder neue Darstellungsformen zu finden. Mir geht es bei Musik nur darum, Spaß zu haben. Die größte Erfüllung ist es für mich, wenn ein Song von mir in einem Club gespielt wird und ich merke, dass die Leute sich darüber freuen. Ich bin ein DJ.